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Bericht Senator Vermögensverwaltung Sommer 2019

Die vergangenen Monate waren für die Kapitalmärkte und allgemein ziemlich spannend. Nachdem zum letzten Jahresende an den weltweiten Börsen eine Katerstimmung vorherrschte, hellte sich der Markt im ersten Halbjahr deutlich auf, obwohl die Störfeuer von der politischen Seite wie Brexit und den drohenden Handelshemmnissen noch immer nicht gelöscht sind.
So werden wohl weiterhin Trump und Brexit vorherrschende Themen in den Gazetten bleiben. Hinzu gekommen ist in Deutschland eine heftige Klimadiskussion, die überwiegend über Verbote und Bevormundung und Einschränkungen der Bürger und Wirtschaft geführt wird, und weniger über die möglichen Folgen wie Arbeitsplatzverluste, Versorgungssicherheit und Energiekosten. Ebenso wenig im öffentlichen Fokus sind moderne klimafreundliche Technologien und Unternehmen obwohl gerade hier überall spannende Geschichten und Unternehmen entstehen und wachsen. Die EU hat dies zwar richtig erkannt, will allerdings den Anlegern wieder durch allerlei Bürokratie vorschreiben, wie sie ihr Geld  anzulegen haben. Haben die Eurokraten den Schuss vor den Bug durch den Brexit immer noch nicht gehört, die EU-Bürger wollen nicht ständig durch neue Vorschriften bevormundet werden. Da braucht man sich über die schwindende Zustimmung zur EU nicht zu wundern, die Wahlen zum EU-Parlament und Uneinigkeit bei der Wahl der Kommissionspräsidentin haben dies nochmal verdeutlicht.
Die weltweiten Börsen konnten sich im ersten Halbjahr überdurchschnittlich entwickeln. Der Welt-Aktienindex konnte um gut 16% zulegen, deutsche Aktien gewannen fast 17%, Aktien der Schwellenländer gut 12%. Positiv entwickelte sich auch der US-Dollar, auch Gold legte sehr deutlich zu. Die Zinsmärkte entwickelten sich überwiegend positiv, die Zinsen der meisten Staatsanleihen fielen auf neue historische Tiefs und die Anleihekurse stiegen. Deutsche Staatsanleihen stellten wiederholt den sicheren Hafen dar, was dazu führte dass selbst längere Laufzeiten nun negative Renditen aufweisen.
Wie geht es in der Zukunft weiter? Werden die Aktienmärkte nach vielen Haussejahren und Rekordständen weiter steigen oder ist das Ende der Fahnenstange erreicht? Im Durchschnitt sind die Aktienmärkte nach der Aufwärtsbewegung weiter moderat bewertet. Die Auftragsbücher vieler Unternehmen sind häufig gut gefüllt, durch die Unsicherheit durch die Diskussion um Handelshemmnisse und Zölle droht das eine oder andere Geschäft doch noch zu platzen, oder in der Zukunft schwieriger zu werden, das Geschäftsklima hat sich allgemein verschlechtert. So sieht es danach aus aus, dass die US-Zentralbank FED mit einer kleinen Zinssenkung die Wirtschaft beleben möchte und die Zinswende in den USA bereits wieder beendet werden könnte. Auch die EZB könnte politisch motiviert weiter an der Zinsschraube drehen und weiter senken. Die mögliche Wahl der französischen Kandidatin zur Draghi-Nachfolge dürfte für deutsche Sparer keine gute Nachricht sein, und die Zinsflaute weiter anhalten. Die offizielle Inflation bewegt sich im EZB-Rahmen, wobei insbesondere die Energiepreise zuletzt stark anstiegen, ebenso die Kugel Eis, deren Preis in den vergangenen Jahren im Durchschnitt um 7% p.a. angestiegen ist.

Durch die breite Streuung in unseren Senator Portfolios konnten sich diese in diesem Marktumfeld gut behaupten, alle Portfolios legten im ersten Halbjahr 2019 stark zu, das Wachstum-Portfolio um 6,9% und das Ertrag-Portfolio um 5,8%, das Senator Chance-Portfolio legte sogar 11,6% zu. Die breite Streuung und die defensive Ausrichtung reduzierten die Schwankungen in den Portfolios, verhinderten eine noch bessere Wertentwicklung. Besonders gut entwickelte sich der Europa-Wachstumswerte-Aktienfonds mit 23,3% und der Infrastruktur-Aktienfonds mit 18,3%, und der Norwegische-Krone-Fonds mit 4,3%, stabilisierend entwickelten sich die Immobilien. Inflationsgeschützte Anleihen konnten mit 5,6% ebenfalls einen guten Beitrag leisten. Unser Tausch im Rohstoffbereich hat sich auch schon ausgezahlt  mit einem kleinen Plus von 2,7%. Neu hereingenommen haben wir einen Smart Energy Fonds, der von der vom Energiewandel und Klimadiskussion besonders profitieren dürfte, und mit 7,6% bereits eine gute Performance gezeigt hat.
Trotz der politischen Turbulenzen halten wir Aktien weiterhin für attraktiv und haben diese entsprechend je nach Strategie mit einer höheren Gewichtung allokiert. Schwerpunkt ist Europa, die lockere Geldpolitik sollte die Aktienmärkte weiter stützen, die Bewertungen sind ebenfalls attraktiv, sowie Asien, wo die Wachstumszahlen auch künftig deutlich höher als in den etablierten Industriestaaten sein sollten. Im Rentenbereich haben wir zuletzt dänische Pfandbriefe hinzugenommen, die eine hohe Sicherheit bei guter Verzinsung bieten. Für Turbulenzen könnten die diskutierten Handelshemmnisse und Zölle sorgen. Eine aufflackernde Iran-Krise und die Politik aus dem Bauch heraus des US-Präsidenten dürften immer wieder für Unruhe an den Märkten sorgen. Da heisst es Nerven bewahren, denn unruhige Märkte bieten immer wieder gute Möglichkeiten zum günstigen Einstieg, Geduld führt zum Erfolg.


Senator Ertrag Factsheet Factsheet/Bericht Portfolio Ertrag 3.0

Senator Wachstum Factsheet Factsheet/Bericht Portfolio Wachstum 4.5

Senator Chance Factsheet Factsheet/Bericht Portfolio Chance 6.0

Senator Portfolio Uebersicht Übersicht Portfolio Strategien

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Die Anlagestrategie

Die Senator Classic Fonds-Vermögensverwaltung verfolgt eine sogenannte Multi-Asset-Multi-Manager-Strategie, d.h. das Vermögen wird breit gestreut auf verschiedene Anlageklassen wie Aktien, festverzinsliche Wertpapiere verteilt, sowie auch Immobilien, Rohstoffe, Währungen, Gold und alternative Investments. Auf diese Weise erhält man ein deutlich besseres Chancen-Risiko-Profil als würde man nur auf eine oder zwei Anlageklassen setzen. Die Yale University war eine der ersten, die die Multi-Asset-Strategie sehr erfolgreich genutzt haben, um die Universitätsgelder ertragreich zu verwalten.
Je nach Strategie und Risikoklasse streben wir eine langfristige Wertentwicklung von 3,0 - 4,5 bzw. 6,0 Prozent pro Jahr an, wobei dies nicht garantiert wird und im Verlauf Schwankungen unterworfen ist. Dies soll durch die entsprechende Mischung in den Portfolios sichergestellt werden. Dabei sind wir an keine Bank oder Anbieter gebunden sondern können die unserer Meinung nach besten am Markt verfügbaren Produkte und Wertpapiere auswählen.

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